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Abwehrsystem gegen anfliegende Kleinstflugkörper

Drohnenabwehr in Arbeit
Funksysteme sollen vor anfliegenden Flugkörpern warnen.
Koch

Das deutsche BKA und Industriepartner arbeiten an Detektionsmethoden und Gegenmassnahmen zu neuen Bedrohungen, die aus dem Luftraum kommen.

Der Forschungsansatz sieht aus, als entstammte er dem Baukastensystem einer militärischen Abwehroperation. Tatsächlich sollen Grossveranstaltungen, zum Beispiel Volksfeste, und Grossveranstaltungen wirksam vor anfliegenden Kleinstflugkörpern geschützt werden. Denn die könnten natürlich auch als Träger von Gefahrstoffen und für terroristische Anschläge genutzt werden. Als wichtig erachtet werden angesichts zunehmender Drohnenbestände auch fest installierte Systemen zur Überwachung kritischer Infrastrukturen wie Flughäfen oder Kraftwerken.

Das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik entwickelt gemeinsam mit industriellen Partnern, dem bundesdeutschen Kriminalamt in Wiesbaden und der Polizei in Baden-Württemberg neuartige schwenkbare optische Sensoren und elektronisch ausrichtbare Radar- und Antennensysteme, dessen Ergebnisse Anfang 2020 verfügbar sein sollen. Das Mikro-Drohnen-Abwehr-System MIDRAS soll sowohl die Detektion und Klassifizierung der Drohnen als auch Abwehrmassnahmen wie die Störung und Beeinflussung der Funksteuerung und GPS-Signale umfassen. Auch der Einsatz von Abfang-Drohnen ist vorgesehen.