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Bossard kämpft mit Umsatzrückgang

Bossard kämpft mit Umsatzrückgang
Die Bossard-Gruppe war im Geschäftsjahr 2019 mit einem schwierigeren Marktumfeld konfrontiert.
Bild: Bossard Group

Die Bossard-Gruppe hat das erste Halbjahr 2020 mit einem zweistelligen Rückgang der Umsätze abgeschlossen. Hintergrund sind die Coronavirus-Pandemie und der wieder erstarkte Franken. In Asien hat sich die Geschäftslage im zweiten Quartal jedoch bereits annähernd normalisiert.

Einer Mitteilung der Bossard Gruppe zufolge hat der Zuger Schrauben- und Logistikkonzern im ersten Halbjahr 2020 Umsätze in Gesamthöhe von 399,4 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht dies einem Rückgang um 11,4 Prozent. Dabei hatte sich laut Mitteilung neben der Coronavirus-Pandemie auch der wieder erstarkte Franken negativ ausgewirkt. In Lokalwährungen gerechnet habe der Umsatzrückgang nur 7,4 Prozent betragen, informiert Bossard.

In den einzelnen Geschäftsregionen von Bossard wurde dabei eine unterschiedliche Entwicklung beobachtet. In Europa habe der Konzern von einer breit diversifizierten Kundenbasis profitiert und bei der Medizinaltechnik sogar «überdurchschnittliche Wachstumsraten» realisieren können, schreibt Bossard. Insgesamt fielen die Umsätze in Europa im Jahresvergleich mit 235,7 Millionen Franken um 11,0 Prozent hinter den Vorjahreswert zurück.

In Amerika habe Bossard bereits im zweiten Halbjahr 2019 «mit Gegenwind zu kämpfen» gehabt, heisst es in der Mitteilung weiter. Im Berichtszeitraum gingen die Umsätze um 14,6 Prozent auf 96,8 Millionen Franken zurück. In Asien konnten hingegen nach einem pandemiebedingten substanziellen Rückgang im ersten Quartal im zweiten Quartal in Lokalwährungen gerechnet bereits wieder Umsätze auf dem Niveau des Vorjahres erwirtschaftet werden. Mit 66,9 Millionen Franken lagen die Umsätze im Berichtshalbjahr in Asien insgesamt um 8,0 Prozent unter dem Vorjahreswert. In Südkorea, Malaysia, Singapur und Taiwan konnte Bossard dabei Wachstum realisieren.

Die Gruppe wird ihren detaillierten Jahresbericht am 25. August vorstellen. Dabei geht Bossard davon aus, ein Betriebsergebnis (EBIT) von rund 41 Millionen Franken ausweisen zu können. Dies würde einer EBIT-Marge von 10,3 Prozent entsprechen.