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Michail Stahlhut neuer CEO von Hupac

Michail Stahlhut.
Bild: Hupac

Die Firma Hupac AG hat Michail Stahlhut bei ihrer Generalversammlung zu ihrem neuen CEO bestimmt. Zudem weist das auf den Kombinierten Verkehr spezialisierte Unternehmen auf Risiken für die Zukunft hin.

Michail Stahlhut ist neuer CEO der Hupac-Gruppe. In den vergangenen zwei Jahren führte er die Tochtergesellschaft Hupac Intermodal. Er übernimmt das Amt von Beni Kurz, der in den Verwaltungsrat wechselt. Zudem wählte die Generalversammlung an ihrer Sitzung am Freitag den Vorstandsvorsitzenden der Duisport AG, Erich Staake, in den Verwaltungsrat.

Zufrieden äussert sich die Hupac AG in einer Medienmitteilung über die bis 2030 verlängerte Förderung des alpenquerenden Gütertransports auf der Schiene. Sie sollte ursprünglich 2023 eingestellt werden. Das schaffe eine wichtige Grundlage für die Weiterführung der Verkehrsverlagerung im Alpentransit. Weil der Ausbau der nördlichen Zulaufstrecken zu den Basistunnel um mindestens ein Jahrzehnt verspätet ist, könne der Kombinierte Verkehr (KV) auf dieser Achse noch nicht kostendeckend und wettbewerbsfähig arbeiten.

Zwar habe das Schweizer Parlament Anfang Juni entschieden, die Fördermittel um 385 Millionen Franken aufzustocken. Das ist deutlich mehr als die von der Regierung beantragten 90 Millionen Franken bis 2026. Doch bedeute dies gegenüber dem heutigen Förderniveau eine Halbierung. Trotzdem sei das «ein wichtiges Signal für den Markt», so Verwaltungsratspräsident Hans-Jörg Bertschi. «Das gibt den beteiligten Unternehmen die Sicherheit, dass sich Investitionen in den umweltfreundlichen Kombinierten Verkehr weiterhin lohnen werden.»

Gravierende Verkehrsverluste

Darüber hinaus hofft das Unternehmen auf Nachbesserungen beim Mobilitätspaktkompromiss der EU. Er schwäche den KV, indem er ihn bezüglich der Kabotage-Regeln mit dem internationalen Strassengüterverkehr gleichstellt. Zudem seien die Verkehrsverluste wegen der Corona-Krise besonders wegen der «speziellen Situation Italiens» bis Ende Jahr gravierend.

Daher begrüsse Hupac die Initiative des Schweizer Parlaments, einen Teil der durch Covid-19 verursachten Verluste im öffentlichen Verkehr zu kompensieren. Immerhin habe allein das Hupac-Netzwerk im vergangenen Jahr im Vergleich zum reinen Strassentransport rund 1,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart.