17. März 2026

Gütertransport auf der Schiene verliert erneut Marktanteile

Der alpenquerende Schienengüterverkehr hat 2025 laut einer Mitteilung des Bundesamts für Verkehr (BAV) zum vierten Mal in Folge Marktanteile gegenüber dem Transport auf der Strasse verloren. Hingegen sei der Strassengütertransport im Jahresvergleich konstant geblieben. 

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SBB Cargo

Wie das BAV mit Verweis auf den am 12. März 2026 veröffentlichten 2. Semesterbericht 2025 zum alpenquerenden Güterverkehr meldet, wurden im vergangenen Jahr 960’000 Lastwagentransporte durch die Alpen gezählt, etwa gleich viel wie 2024. Anders beim Gütertransport auf dem Schweizer Schienennetz. Laut BAV wurden 7,5 Prozent weniger Güter per Schiene über die Alpen transportiert als 2024. Demnach betrug der Anteil der Eisenbahn bei der Verkehrsmittelwahl 68,6 Prozent (vormals 70,3 Prozent).

Als Gründe für den «anhaltenden Rückgang» führt die Behörde ungenügende Qualität und Zuverlässigkeit im Schienengüterverkehr entlang der europäischen Nord-Süd-Achsen, insbesondere Bauarbeiten und Streckensperrungen in Deutschland, sowie die Wirtschaftslage an. 

Der Bundesrat will mit einer Verlängerung der finanziellen Unterstützung mehr Planungs- und Investitionssicherheit bei den Transportunternehmen schaffen. Der Bundesrat habe Ende 2025 angekündigt, die bis 2030 befristeten Betriebsbeiträge für den kombinierten Verkehr zu verlängern, entsprechende Motionen der Verkehrskommissionen von National- und Ständerat seien beantragt. Dazu sollen befristete finanzielle Anreize geschaffen werden, um die Einstellung der «rollenden Landstrasse» vom Dezember 2025 abzufedern, heisst es in der Mitteilung.

Das BAV weist darauf hin, dass sich der Bundesrat zudem für eine «rasche Modernisierung der Bahninfrastruktur in den Nachbarländern» einsetzen will, damit «die Bauarbeiten international gut koordiniert sind und genügend leistungsfähige Umleitungsmöglichkeiten für den Schienengüterverkehr zur Verfügung stehen».