Kion vermeldet positives Halbjahr 2026
Der Intralogistik-Konzern Kion, der bekannte Marken wie Linde Material Handling, Still oder Dematic in seinem Portfolio hat, hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres laut eigenen Angaben positiv gewirtschaftet. Umsatz und Ergebnis stiegen, aber der Auftragseingang ging zurück.

Der Konzernumsatz von Kion verbesserte sich im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozent auf 5,687 Milliarden Euro zurück (erstes Halbjahr 2025: 5,496 Milliarden Euro). Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) auf Konzernebene belief sich in den ersten sechs Monaten 2026 auf 429,6 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2025: 385,0 Millionen Euro).
Mit 207,6 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2025: 47,9 Millionen Euro) verbesserte sich das Konzernergebnis deutlich – der Vorjahreswert war stark durch einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Effizienzprogramm belastet gewesen. Der Free Cashflow lag bei 22,2 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2025: 161,9 Millionen Euro) und war trotz Zahlungen im Zusammenhang mit M&A-Aktivitäten und dem Effizienzprogramm positiv.
Mit 5,794 Milliarden Euro (erstes Halbjahr 2025: 6,206 Milliarden Euro) ging der Auftragseingang auf Konzernebene im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück.
Investition in Lieferketten-Robotik
Kion hat 70 Prozent der Forschungs- und Entwicklungstochter Smart Innovation NV des belgischen Einzelhändlers Colruyt übernommen, um die Entwicklung und Industrialisierung von Lieferketten-Robotik der nächsten Generation voranzutreiben. Im Mittelpunkt der Investition stehen autonome Niederhubwagen, die sich sicher, hochpräzise und effizient im Lager bewegen und unter anderem Lkw autonom be- und entladen können. Diese Fahrzeuge sind bereits seit zwei Jahren in den Distributionszentren von Colruyt im Einsatz und sollen nun von Kions Marken in verschiedenen Branchen in grösserem Massstab vertrieben werden.
Rob Smith, CEO der Kion Group AG: «Kion hat sich in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2026 vor dem Hintergrund erhöhter wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten gut behauptet. Wir konnten die Rentabilität in beiden Segmenten steigern und den Umsatz verbessern, was vor allem auf einen Anstieg von 18 Prozent in unserem Segment Intelligent Automation Solutions zurückzuführen ist. Die Kundennachfrage im Segment war erneut stark mit gutem Auftragseingang in etlichen Branchen.»