2. Nov. 2026

«Logistics & Automation» kehrt 2027 nach Zürich zurück

Am 27. und 28. Januar 2027 öffnet die «Logistics & Automation» in der Messe Zürich erneut ihre Tore. Die führende Schweizer Fachmesse für Intralogistik, Fördertechnik und Lagerautomation erwartet gemeinsam mit der Verpackungs-Messe «Empack» über 4000 Fachbesuchende und über 200 Ausstellende. Aktuell sind bereits 108 Firmen angemeldet.

Logistics & Automation Zürich 2025 Gebrüder Weiss Messestand
Bild: Robert Altermatt

Für die kommende Ausgabe der «Logistics & Automation» wechselt die Fachmesse in Zürich in die neuen, grösseren Hallen 1 und 2. Die «Logistics & Automation» wird erneut von Verbands-Partnern wie Astag, GS1 Switzerland, «Swiss Logistics by ASFL SVBL» und ILS unterstützt. Unter dem Motto «Discover, Learn, Connect» rückt die Messe die Zukunft der Intralogistik in den Fokus.

Die von Easyfairs Switzerland GmbH organisierte «Logistics & Automation» gilt als zentrale Schweizer Plattform für die Zukunft der Unternehmenslogistik. Sie deckt das gesamte Spektrum der Branche ab: von der Automatisierung für Logistik und Verpackung mit Fördertechnik, Robotik und Cobots über intelligente Systeme mit angewandter künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Blockchain bis hin zu Systemintegration, Logistikimmobilien und Logistikdienstleistungen.

Die Fachmesse greift insofern genau die Themen auf, die die Branche derzeit beschäftigen. Der anhaltende Kosten- und Margendruck, steigende Energie- und Treibstoffkosten sowie der Fachkräftemangel zwingen die Unternehmen, ihre Prozesse effizienter und widerstandsfähiger zu gestalten. Künstliche Intelligenz, Automatisierung und Robotik gelten in diesem Zusammenhang als relevanteste Hebel. Entscheidend ist, die richtigen Anwendungsfälle mit einem messbaren Nutzen zu finden: Auf der Messe erfahren die Besuchenden «Best Practice»-Lösungen an einem Ort. Zusätzliche Synergien entstehen durch die parallel stattfindende «Empack», die das Thema Verpackung in allen Facetten nahtlos mit der Intralogistik verbindet.

ILS-Gemeinschaftsstand ausgebucht

Aktuell sind bereits 108 Ausstellende angemeldet und die Liste wächst: Insgesamt werden mit der «Empack» über 200 Firmen erwartet. Zu den Premiumpartnern zählen Galliker Transport mit digitalen Lösungen für Transport und Lieferketten, ID-Systems mit intelligenter Identifikationstechnik für einen beschleunigten Warenfluss sowie Jungheinrich und Linde Material Handling Schweiz mit automatisierten Flurförderzeugen und E-Mobilität. Das Teilnehmerfeld wird durch Tirugo und zahlreiche weitere Branchengrössen ergänzt, die ihre Neuheiten vorstellen.

Einen besonderen Anziehungspunkt bildet erneut der bereits ausgebuchte Gemeinschaftsstand der Intralogistik Schweiz (ILS) mit 20 Ausstellenden. Dort präsentieren Fachkräfte der Intralogistik sowie Förder- und Lagertechnik ihre neuesten Entwicklungen in den Bereichen Robotik, Automatisierung und Lagertechnik – darunter Fanuc Switzerland, Flück Fördertechnik, Stäubli, Kern Studer und Knapp Logistiksysteme (Schweiz). Weitere namhafte Key-Player finden sich in der laufend ergänzten Ausstellerliste unter www.logistics-automation.ch/de/exhibitors/.

«Logistics Talks» mit GS1 Switzerland

Ein Highlight der Fachmesse bilden erneut die «Logistics Talks», die gemeinsam mit dem Branchenverband und Kompetenz-Partner GS1 Switzerland gestaltet werden. Die Vorträge und Podiumsdiskussionen greifen aktuelle Fragestellungen der Logistikbranche auf und bieten praxisnahe Einblicke in neue Technologien und Lösungsansätze. Die konkreten Themen werden in den kommenden Wochen veröffentlicht.

Jetzt kostenlos registrieren

Besuchende sichern sich den Eintritt im Wert von 30 Franken kostenlos, wenn sie sich vorab registrieren. Mit dem Gutscheincode «1410» auf der Website der «Logistics & Automation» ist der Zugang zu allen Messebereichen frei. Der Code gilt auch für die parallel stattfindende «Empack»: www.empack-schweiz.ch

Interessentinnen und Interessierte sowie Besuchende haben am 27. und 28. Januar 2027 in der Messe Zürich die Möglichkeit, zukunftsfähige Lösungen rund um automatisierte Lager- und Fördertechnik, Infrastruktur sowie Kommissionierung und Konfektionierung zu entdecken. Weitere Informationen finden sich unter: www.logistics-automation.ch

Im Gespräch mit Jan Eberle von GS1 Switzerland

GS1 Switzerland Jan Eberle
Bild: zVg/Janine Zahnd

Jan Eberle

Jan Eberle, Head of Industry Engagement Logistics bei GS1 Switzerland, gibt im nachfolgenden Interview einen Vorgeschmack auf die Schwerpunkte des Rahmenprogramms «Logistics Talks».

GS1 treibt die Einführung von 2D-Codes, darunter GS1 Data Matrix und QR-Codes mit GS1 Digital Link, voran, die den klassischen Strichcode ergänzen sollen. Was bedeutet das für Logistik und Handel in der Schweiz konkret und welchen Mehrwert bietet diese Technologie?
Jan Eberle: Für die Logistik sind insbesondere zwei Entwicklungen von grosser Bedeutung: der Digitale Produktpass (DPP) und die Electronic-Freight-Transport-Information (Efti)-Regulierung. Beide haben das Potenzial, die Transparenz und Effizienz entlang der Lieferkette deutlich zu verbessern. Beim Digitalen Produktpass steht die Rückverfolgbarkeit von Produkten im Vordergrund. Informationen zu Herkunft, Inhaltsstoffen, Nachhaltigkeit oder Recycling können digital und standardisiert zur Verfügung gestellt werden. Die Efti-Regulierung schafft dagegen die Grundlage für einen medienbruchfreien Austausch von Transport- und Zolldokumenten zwischen Unternehmen und Behörden. GS1 engagiert sich auf nationaler und internationaler Ebene gemeinsam mit der Wirtschaft, den Behörden und weiteren Partnern dafür, diese Entwicklungen aktiv voranzutreiben. Das Ziel besteht darin, praxistaugliche und möglichst einfache Lösungen zu schaffen, die einen echten Mehrwert für Unternehmen bieten und die Digitalisierung der Lieferketten beschleunigen.

GS1 Switzerland rückt die Logistik noch stärker in den Fokus. Mit der strategischen Weiterentwicklung und der Gründung des Competence Center Logistics & Supply werden künftig neue Schwerpunkte für die Branche gesetzt. Welche Themen stehen im Vordergrund?
Jan Eberle: Mit dem Competence Center Logistics & Supply stärkt GS1 Switzerland seine Aktivitäten im Bereich Logistik und Supply-Chain gezielt weiter. Gemeinsam mit Branchenvertretern aus dem Fachbeirat werden Themen identifiziert und bearbeitet, die für die Zukunft der Schweizer Logistik von besonderer Relevanz sind. Ein aktuelles Beispiel ist das Thema Arbeitssicherheit. Zusammen mit dem Fachbeirat Logistik und der SUVA entwickelt GS1 Switzerland derzeit eine Virtual-Reality-Lösung, die Unternehmen kostenlos zur Verfügung gestellt werden soll. Mitarbeitende können damit Gefahrensituationen realitätsnah erleben und trainieren, ohne einem tatsächlichen Risiko ausgesetzt zu sein. Das Ziel ist eindeutig: Jeder vermiedene Unfall bedeutet weniger menschliches Leid und trägt gleichzeitig dazu bei, die Sicherheit und Attraktivität der Branche nachhaltig zu erhöhen. Die Lösung wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 erscheinen.

Künstliche Intelligenz (KI), Robotik und Automatisierung beschäftigen die Intralogistik. Welche Entwicklung übt aus Ihrer Sicht in den nächsten Jahren den grössten Einfluss auf die Schweizer Logistikbranche aus?
Jan Eberle: Künstliche Intelligenz wird zweifellos zu den prägenden Technologien der kommenden Jahre gehören. Die eigentliche Herausforderung besteht jedoch weniger in der Technologie selbst als vielmehr darin, die richtigen Anwendungsfälle zu identifizieren. Für zahlreiche Unternehmen stellt sich momentan die Frage, an welchen Stellen im Prozess KI den grössten Mehrwert schafft und wie sich Investitionen wirtschaftlich sinnvoll umsetzen lassen. Gleichzeitig darf der technologische Fortschritt nicht von den aktuellen Herausforderungen der Branche ablenken. Für den Grossteil der Logistikunternehmen stehen der anhaltende Kosten- und Margendruck sowie steigende Energie- und Treibstoffkosten im Vordergrund. Technologien wie KI, Automatisierung und Robotik werden sich deshalb insbesondere dort durchsetzen, wo sie einen messbaren Beitrag zur Effizienzsteigerung, Produktivitätsverbesserung oder Kostenreduktion leisten.

Was erwartet die Fachbesuchenden am GS1-Stand am 27. und 28. Januar 2027 in Zürich und was sollten sie sich aus Ihrer Sicht nicht entgehen lassen?
Jan Eberle: Die Fachbesuchenden dürfen sich auf zahlreiche innovative Lösungen, spannende Einblicke und insbesondere auf den persönlichen Austausch freuen. Für mich stehen an diesen beiden Tagen nicht nur die Technologien im Mittelpunkt, sondern auch die Gespräche mit Kunden, Partnern und Fachkräften aus der Branche. Ein besonderes Highlight ist das «Logistics Talks»-Programm. Dort greifen wir aktuelle Fragestellungen und Entwicklungen der Logistik auf und bringen unterschiedliche Perspektiven aus der Praxis zusammen.