Kemaro möchte in den USA mit frischem Kapital expandieren

Die Schweizer Robotik-Spezialisten von Kemaro haben eine zweite Finanzierungsrunde vorläufig mit über fünf Millionen US-Dollar abgeschlossen. Mit seinen autonomen Systemen für die industrielle Bodenreinigung will das Unternehmen nun unter anderem stark die Expansion in den USA vorantreiben. 

Kemaro Reinigungs-Roboter
Bild: Robert Altermatt
Reinigungs-Roboter von Kemaro.

Das Robotik-Unternehmen Kemaro mit Sitz in Eschlikon (Kanton Thurgau) hat seine zweite Finanzierungsrunde vorerst abgeschlossen und sich dabei fünf Millionen US-Dollar an frischem Kapital gesichert. Laut einer Mitteilung soll dadurch erstens das Produkt-Portfolio erweitert und zweitens das internationale Wachstum insbesondere in den USA von einem Standort in Atlanta aus beschleunigt werden.

Kemaro hat sich auf vollständig autonome Reinigungsroboter für die Industrie spezialisiert, wobei ihre speziellen Lösungen gerade in komplexen, stark verschmutzte Umgebungen zum Einsatz kommen ­– etwa in Logistikzentren und Produktionsstätten.

Das Unternehmen zeigt sich zuversichtlich, die Zielmarke von 20 Millionen US-Dollar für die zweite Finanzierungsrunde zu erreichen. Sollte Kemaro dieses Ziel erreichen, möchte das Unternehmen in den kommenden Jahren 10‘000 Roboter in Europa und den USA installieren. 

In den USA hat Kemaro offiziell eine Tochtergesellschaft in Atlanta gegründet. In einem nächsten Schritt wird Mitgründer Thomas Oberholzer in die USA übersiedeln, um dort Kemaro zu vertreten und dessen Lösungen voranzutreiben. Kemaro hat die USA als seinen wichtigsten Wachstumsmarkt definiert. 

Kemaro wurde 2016 gegründet und fokussiert sich neben der Hardware auch auf Cloud-Intelligenz. Die Reinigungssysteme aus dem Thurgau sollen globalen Industrieunternehmen ermöglichen, Arbeitskosten zu reduzieren sowie die Sicherheit zu verbessern.