27. Apr. 2026

Gebrüder Weiss eröffnet Logistik- und IT-Zentrum Vorarlberg

Das österreichische Logistik- und Transportunternehmen hat kürzlich in Wolfurt im österreichischen Bundesland Vorarlberg ein neues Logistik- und IT-Zentrum eröffnet. Der Neubau umfasst eine Gesamtfläche von rund 31'000 Quadratmetern. Kernstück der Anlage ist das 34 Meter hohe Hochregallager mit 13 Regalgassen. Ein vollständig integriertes Intralogistiksystem steuert den Materialfluss automatisiert.

Gebrüder Weiss Wolfurt
Bild: Gebrüder Weiss/Darko Todorovic
Das neue Logistik- und IT-Zentrum Vorarlberg ist eines der grössten Bauprojekte in der Geschichte von Gebrüder Weiss.

In seiner Eröffnungsrede betonte Wolfram Senger-Weiss, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Gebrüder Weiss, die strategische Bedeutung des neuen Standorts, der konsequent auf Prozesseffizienz und langfristiges Wachstum ausgelegt ist: «Mit dem Logistik- und IT-Center setzen wir einen zentralen Entwicklungsschritt für unser Unternehmen. Wir investieren bewusst in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld und schaffen eine Infrastruktur, die auf Jahrzehnte ausgelegt ist. Die enge Verzahnung von Logistik und IT ermöglicht es uns, Prozesse gezielt weiterzuentwickeln und Lieferketten für unsere Kunden noch transparenter und stabiler zu gestalten.»

Der Ausbau stärkt zugleich den Standort Vorarlberg und seine Rolle als wichtiger Knotenpunkt internationaler Warenströme. Auch Landeshauptmann Markus Wallner betont bei der Eröffnung die Bedeutung des Projekts für die Region: «Diese Investition ist ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Vorarlberg. Eine leistungsfähige Logistik ist das Rückgrat unserer exportorientierten Wirtschaft und stärkt unsere Betriebe im internationalen Wettbewerb.»

Hohe Flächeneffizienz

Das Logistik- und IT-Zentrum umfasst eine Gesamtfläche von rund 31'000 Quadratmetern und folgt einem konsequent integrierten Baukonzept. Logistik-, Büro- und Technikflächen sind vertikal angeordnet, um die begrenzten Flächenressourcen im Rheintal effizient zu nutzen. Funktional entspricht die Anlage einer deutlich grösseren, konventionellen Logistikfläche, wurde jedoch auf kompakter Grundfläche realisiert.

Neben einem automatisierten Hochregallager mit 68'000 Palettenplätzen umfasst der Standort ein manuelles Lager sowie ein dreigeschossiges Bürogebäude mit rund 400 Arbeitsplätzen. Hier sind die zentrale IT von Gebrüder Weiss sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Logistik und weiteren Fachbereichen angesiedelt. Mit dem Standort entsteht eine integrierte Einheit, die diese Funktionen enger zusammenbringt und die Weiterentwicklung von Prozessen beschleunigt.

Kernstück Hochregallager

Kernstück der Anlage ist das 34 Meter hohe Hochregallager mit 13 Regalgassen. Ein vollständig integriertes Intralogistik-System steuert den Materialfluss automatisiert. Pro Stunde können bis zu 160 Paletten ein- und 200 Paletten ausgelagert werden. Damit zählt das Logistikzentrum zu den größeren, vollautomatisierten Anlagen in Europa.

Zum Einsatz kommen unter anderem automatische Regalbediengeräte, autonome Transportfahrzeuge sowie digital gesteuerte Fördertechnik. Das gesamte System wurde bereits vor Baubeginn als digitaler Zwilling simuliert und optimiert. Gleichzeitig bleibt der Mensch integraler Bestandteil der Prozesse: Mitarbeitende überwachen, steuern und greifen bei Bedarf gezielt ein.

«Automatisierung und datenbasierte Systeme sind zentrale Voraussetzungen, um Lieferketten auch unter dynamischen Rahmenbedingungen stabil und effizient zu steuern. Sie erhöhen Geschwindigkeit und Transparenz in den Prozessen. Entscheidend bleibt jedoch der Mensch, der die Abläufe überwacht und verantwortet», so Senger-Weiss.

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