«Sens eRecycling» sammelt neue Rekordmenge an Altgeräten ein

Die Stiftung «Sens eRecycling» hat 2025 mit 104‘751 Tonnen eine neue Rekordmenge an elektrischen und elektronischen Geräten eingesammelt. Das entspricht laut einer Mitteilung 11,5 Kilogramm pro Kopf, drei Prozent mehr als im Vorjahr. Im Durchschnitt wurden 75 Prozent der Materialien wiederaufbereitet.

Sens eRecycling Sammelstelle

Auch das Netz der von der Stiftung Sens mit Sitz in Zürich organisierten freiwilligen Branchenlösung wurde 2025 erweitert. Die Zahl der öffentlichen Sammelstellen stieg um vier Prozent auf 634, die Zahl der beteiligten Hersteller und Importeure um sechs Prozent auf 1557. Zehn Jahre zuvor waren es erst 621 Hersteller und Importeure.

Dennoch steht das System unter Druck. Auf der einen Seite steigen die Kosten, unter anderem wegen der steigenden Miniaturisierung und Komplexität der Geräte und des steigenden Brandrisikos aufgrund der Zunahme von Lithium-Ionen-Akkus. Auf der anderen Seite beteiligten sich viele ausländische Online-Händler wie auch Schweizer Markteilnehmende nicht am System und zögen keinen vorgezogenen Recyclingbeitrag (VRB) zu seiner Finanzierung ein.

«35 Prozent der Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten würden Elektrogeräte eher oder sehr wahrscheinlich im entfernten Ausland kaufen», wird  Susanne Vincenz-Stauffacher in der Mitteilung zitiert. «Vielen ist dabei nicht bewusst, dass bei diesen Käufen der VRB fehlt und sie dadurch das Finanzierungssystem von 'Sens eRecycling' gefährden“, so die Präsidentin der Stiftung Sens.

«Sens eRecycling» hat deshalb unter anderem erstmals die Gebühr für Kleingeräte angehoben.