DHL eröffnet in Köln ein grosses Paketzentrum
Der Logistik- und Expressdienstleister DHL hat unlängst am Standort Köln-Eifeltor im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen einen Erweiterungsbau seines bestehenden Paketzentrums in Betrieb genommen. Mit einer Sortierkapazität von künftig insgesamt rund 50'000 Paketen pro Stunde wird Köln-Eifeltor zu einem der grössten Paket-Standorte Nordrhein-Westfalens und zählt zugleich zu den leistungsfähigsten Sortierzentren Deutschlands.

Die Investition von DHL am Standort Köln-Eifeltor schafft 250 neue Arbeitsplätze in der Region Köln. Der Onlinehandel wächst weiter und mit ihm die Zahl der Pakete. Köln zählt zu den wichtigsten Wirtschafts- und Logistikstandorten Deutschlands und ist zugleich eine der bevölkerungsreichsten Regionen des Landes. Um die wachsenden Sendungsmengen von Unternehmen und Privatkunden weiterhin zuverlässig und schnell bearbeiten zu können, investiert DHL in zusätzliche Kapazitäten, moderne Infrastruktur und zukunftsfähige Arbeitsplätze. Allein mit dem Ausbau in Köln-Eifeltor stärkt das Unternehmen seine Präsenz in der Region nachhaltig.
Der DHL-Bereich Post & Paket Deutschland modernisiert seine Infrastruktur in Deutschland seit Jahren mit hohem Tempo – von neuen Paket- und Briefzentren über die Dekarbonisierung der Flotte bis hin zu Automatisierung und Digitalisierung. Dafür investiert der Unternehmensbereich Jahr für Jahr mehr als eine Milliarde Euro.
Seit 1994 in Betrieb
Das Paketzentrum Köln-Eifeltor ist seit 1994 in Betrieb. Der neue Erweiterungsbau, dessen Bauarbeiten 2024 begonnen hatten, wurde jetzt im Sommer 2026 planmässig fertiggestellt. Über eine Gebäudebrücke ist der Neubau direkt mit dem bestehenden Paketzentrum verbunden.
Mit der Sortierkapazität von bis zu 50'000 Paketen pro Stunde zieht Köln-Eifeltor mit dem bisher größten Paketzentrum Nordrhein-Westfalens in Bochum gleich. Bundesweit verfügt lediglich das DHL-Paketzentrum in Aschheim bei München mit rund 72'000 Paketen pro Stunde über eine höhere Sortierleistung. Vom Paketzentrum Köln-Eifeltor aus versorgt DHL rund 1,2 Millionen Haushalte. Das Gebiet reicht von Aachen und der Eifel über den Rhein-Erft-Kreis und das gesamte Kölner Stadtgebiet bis hinein ins Bergische Land, nach Leverkusen und in den Rhein-Sieg-Kreis.
Solaranlage und Dachbegrünung
Mit den rund 250 neu geschaffenen Arbeitsplätzen sind am Standort Köln-Eifeltor künftig insgesamt etwa 700 Mitarbeitende tarifgebunden beschäftigt. Gleichzeitig setzt DHL beim Standortausbau auf moderne und nachhaltige Gebäudetechnik. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und Wärmepumpen tragen dazu bei, dass sich das Paketzentrum mit grünem Strom zum Teil selbst versorgen kann. Die PV-Anlage auf dem Erweiterungsbau umfasst eine Leistung von 811 Kilowattpeak (kWp). Hinzu kommt die Anlage auf dem bisherigen Bestands-Paketzentrum, die weitere 1300 kWp produziert.
Zusätzlich wurde der Hallenboden mit einer Industriefussbodenheizung ausgestattet, die eine effiziente Wärmezufuhr im Paketzentrum gewährleistet. Um die Temperaturen in der Halle ganzjährig auf einem arbeitnehmerfreundlichen Niveau zu halten, verfügt der Neubau über eine automatische Lüftungssteuerung zur Nutzung der natürlichen Belüftung ohne Hilfsenergie wie Klimageräte. In der gesamten Halle kommt zudem eine intelligente, bedarfsgerecht gesteuerte LED-Beleuchtung zum Einsatz. Das Paketzentrum ist heute bereits auf die Nutzung eines Batteriespeichers sowie den weiteren Ausbau der Elektro-Mobilität in der Flotte von Deutsche Post und DHL vorbereitet.
Ergänzt wird dieses umfassende Nachhaltigkeitskonzept durch eine Dachbegrünung. Diese verbessert die Wärmedämmung, reduziert den Energiebedarf im Winter, schützt die Gebäude im Sommer vor starker Hitze und wirkt zusätzlich schallabsorbierend. Der Erweiterungsbau wurde auf einer rund 43'000 Quadratmeter grossen Fläche errichtet. Dabei handelt es sich auch um ein so genanntes Brownfield-Projekt: Das heisst, ein altes Gebäude wurde zurückgebaut, Gelände und Bauschutt wurden wiederverwendet und auf eine Versiegelung von zusätzlichen Grünflächen wurde bewusst verzichtet.