Knapp setzt in Boston auf Robotik und künstliche Intelligenz
Der österreichische Automations-Spezialist Knapp realisiert in Somerville bei Boston in den USA mit der neuen Knapp-Gesellschaft «Knapp Robotics.ai» einen neuen Hub für Robotik und künstliche Intelligenz. Das neue Unternehmen soll die Weiterentwicklung von KI-gestützten Robotik-Lösungen für Lagerautomation und intelligente Fulfillment-Prozesse forcieren.

Mit «Knapp Robotics.ai» schaffe Knapp eine globale Organisation, die Robotik-Kompetenz, Produktverantwortung und Markteinführung in einer durchgängigen Struktur vereine, so das Unternehmen in einer Mitteilung. Während der Knapp-Hauptstandort Graz ein Zentrum für Robotikentwicklung und Logistik-Know-how bleibt, übernehme Boston die Rolle eines internationalen Innovations- und Technologie-Hubs mit Fokus auf konkrete industrielle Anwendungen. Gemeinsam bilden beide Standorte ein eng vernetztes Kompetenzmodell, das Forschung, Produktentwicklung, Solution Design und «Deployment» miteinander verbindet.
Die neue Gesellschaft wurde gegründet, um Marktanforderungen schneller in skalierbare und wirtschaftlich erfolgreiche Robotik-Lösungen zu übersetzen. Als gruppenweiter «Business Owner» für Robotik vereint «Knapp Robotics.ai» Produktmanagement, Entwicklung und Umsetzung unter einer Verantwortung. Dadurch verkürzt Knapp Entwicklungszyklen, beschleunigt die Markteinführung und schafft die Grundlage, Robotik als global skalierbares Produkt- und Lösungsgeschäft weiter auszubauen.
«Robotik entwickelt sich mit enormer Geschwindigkeit. Gleichzeitig erwarten unsere Kunden Lösungen, die sich schnell implementieren, zuverlässig betreiben und weltweit skalieren lassen. Mit Knapp Robotics.ai schaffen wir die organisatorischen Voraussetzungen, um Innovation, Produktentwicklung und Markteinführung noch enger miteinander zu verbinden und neue Technologien schneller in reale Kundenanwendungen zu überführen», sagt Gerald Hofer, CEO der Knapp AG.
Boston als Robotik- und KI-Innovations-Hub
Mit «Knapp Robotics.ai» entsteht ein modernes Robotik-Lab, in dem Software-Entwickler, AI-Spezialisten, Mechatronik- und Robotik-Experten an der nächsten Generation intelligenter Logistiklösungen arbeiten. Bis Anfang 2027 soll das Team auf rund 30 bis 35 Mitarbeitende wachsen, darunter etwa 20 Softwareentwicklerinnen und Software-Entwickler. Der Aufbau erfolgt bewusst als Kombination aus erfahrenen Knapp-Mitarbeitenden und neuen Talenten aus dem Bostoner Technologie- und Robotik-Ökosystem.
Die Gesellschaft wird von Wolfgang Toferer als CEO geführt. Gemeinsam mit Christopher Reiss als COO und Vice President Thomas Zilk verantwortet er den Aufbau von «Knapp Robotics.ai» sowie die Weiterentwicklung des globalen Robotikgeschäfts innerhalb der Knapp-Gruppe.
Boston zählt zu den weltweit führenden Zentren für Robotik, künstliche Intelligenz und Technologie-Entwicklung. Die Nähe zu renommierten Universitäten, Forschungseinrichtungen, Technologieunternehmen und Start-ups schafft ideale Voraussetzungen, um neue Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und für industrielle Anwendungen nutzbar zu machen.
Im Mittelpunkt stehen Anwendungen aus dem Bereich «Physical AI» – Systeme, die ihre Umgebung wahrnehmen, Entscheidungen treffen und physische Aufgaben zuverlässig ausführen können. Dazu zählen unter anderem «Piece Picking», «Bin Picking», «Decanting», «Cycle Counting» und weitere robotikgestützte Prozesse entlang der Waren- und Prozesskette im Lager.
Technologisches Herzstück bildet das «Knapp Brain». Die Plattform «Knapp Brain» verbindet «Computer Vision», künstliche Intelligenz, Greifpunkt- und Bewegungsplanung sowie kontinuierliches Lernen zu einer leistungsfähigen Grundlage für intelligente Robotik-Lösungen. Ziel ist es, innovative Technologien nicht nur zu entwickeln, sondern in robuste, skalierbare und wirtschaftlich erfolgreiche Anwendungen für die Logistik zu überführen.
Nähe zum MIT stärkt Innovationskraft
Ein wesentlicher Vorteil des neuen Standorts liegt in der Nähe zum «Massachusetts Institute of Technology» (MIT). Knapp arbeitet bereits seit mehreren Jahren mit dem MIT-Umfeld zusammen und ist seit 2026 Mitglied im «MIT Industrial Liaison Program» (ILP). Darüber hinaus evaluiert das Unternehmen weitere Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen «Robot Learning», «Computer Vision», autonome Systeme, Simulation und intelligente Robotik.
Die räumliche Nähe zum MIT soll den Zugang zu neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, innovativen Methoden und hochqualifizierten Talenten erleichtern. Ziel ist es, Forschungsergebnisse noch schneller in industrielle Anwendungen zu überführen und die technologische Weiterentwicklung der Robotik-Plattform «Knapp Brain» konsequent voranzutreiben.